Löwenzahn als Tausendsassa in der Naturheilkunde für Tiere

 

Löwenzahn ist das Lebertonikum schlechthin.

 

 

In der Naturheilkunde für Tiere ist die Unterstützung der Leber immer wieder gefragt. Leberfunktionsstörungen gehen oft mit der Farbe gelb einher. Wer unter den Heilkräutern so schreiend gelb daher kommt wie der Löwenzahn, hält aber auch viel Gutes für die Leber und das gesamte Verdauungssystem bereit.  Löwenzahn gehört nach dem bekannten Ethnobotaniker und Schamanen Wolf-Dieter Storl dem Jupiter und dessen Tier ist ein Löwe, der im Körper die Leber regiert. Das belegen auch die zahlreichen Inhaltsstoffe des Löwenzahns. Die wichtigsten davon und ihr Potential sollen hier kurz angerissen werden. Da wäre zunächst der…

Cholingehalt . Er sorgt für gesteigerte Speichelbildung, erregt die parasympathischen Nerven, wirkt damit auf die Darmperistaltik und erhöht die Magen- und Pankreassekretion.

Das Inositol trägt zum Leberstoffwechsel bei, indem es den reibungslosen Transport der Fettsäuren unterstützt.

Taraxin ist ein begehrter Bitterstoff.  Bitterstoffe regen Magen, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse zu erhöhter Enzymausschüttung an, so dass die Nahrung besser verdaut wird und dem Körper so wichtige Nährstoffe in löslicher Form zur Verfügung gestellt werden.

Das Inolin hilft bei der Verdauung  als löslicher Ballaststoff und hat präbiotische Eigenschaften.

Nikotinsäure und Nikotinamid sind wichtige Stoffe im Leberstoffwechsel. Magen-Darm und Leberstörungen führen zu einem Nikotinsäuremangel und damit u. a. zu einem erhöhten Triglycerin-Spiegel im Blut.

Der hohe Gehalt an Kalisalzen wirkt diuretisch. Außerdem spendiert uns der Löwenzahn noch reichlich Vitamin D und C.

 

Der Einsatz von Löwenzahn in der Naturheilkunde für Tiere

 

Der Löwenzahn ist in meiner Tierheilpraxis ein gern und vielseitig eingesetztes, heimisches Heilkraut. Er wirkt als Tonikum für Leber und Verdauung, verbessert die Harnausscheidung und hat Blut-reinigende Eigenschaften.

Bei hepatozellurärem Ikterus sorgt  Löwenzahn für die Eliminierung des Bilirubins, dem toxischen Blutabbauprodukts, das für die gelbe Farbe sorgt.

Besonders gefragt sind die Stoffwechsel anregenden, entgiftenden Eigenschaften des Löwenzahn im Frühjahr bei den Pferden.

Der Stoffwechsel läuft jetzt auf Hochtouren.  Ein Fellwechsel steht an, eine Futterumstellung  von weitestgehend Raufutter auf Gras muss bewerkstelligt werden, das Trainingspensum (Beginn der Ausreitsaison) fürs Pferd wird gesteigert um nur die einige Punkte aufzuzählen. Kein Wunder, dass sich unsere Pferde jetzt gierig auf die frischen grünen Blätter und die gelben Blüten des Löwenzahns stürzen. Bitte lasst dies jetzt auch zu. Jetzt ist nicht die Zeit für Gehorsamsübungen-und Dominanztraining (das ist es meiner Meinung nach soundso nie), jetzt geht die Gesunderhaltung eurer Pferde vor. Und da hilft Löwenzahn.

 

 

Löwenzahn als Indikator für Weiden

 

Löwenzahn gilt trotz seiner tollen Inhaltsstoffe den meisten Bauern immer noch als Unkraut und wird als solches konsequent, meist chemisch bekämpft. Das liegt vor allem daran, dass der Löwenzahn ein echter Krieger ist. Er schafft es sich sogar durch Asphalt zu bohren.

 

 

Und wenn er auf der Weide wächst, strecken sich seine Blätter breit in alle Richtungen Boden bedeckend aus, so dass das Gras den Kürzeren zieht.  Dazu hat sich Herr Löwenzahn auch noch eine geniale Verbreitungsstrategie als Pusteblume angeeignet.  So viel natürliche Überlebensstärke schreit dann natürlich nach Chemie… Eine Wiese, die nur grün ist, auf der es jetzt keine gelben Farbtupfer gibt, die kann nicht naturbelassen sein. Auf der anderen Seite, wenn ihr Wiesen seht, auf denen richtig viel Löwenzahn wächst…

 

 

 

Aber auch für Hunde ist Löwenzahn hilfreich

 

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden die Augen als Öffner der Leber angesehen.

Ich setze Löwenzahn sehr gerne bei dem Problem der tränenden Augen beim Hund ein.

 

 

Wenn auch ihr Fragen, Anregungen, Tipps zum Thema Löwenzahn habt, schreibt mir gerne in den Kommentar!

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