Die Sache mit dem Herzenspferd…

Kennt Ihr den Begriff Herzenspferd?

Er verfolgt mich gerade. Egal, ob ich als Therapeutin unterwegs bin, um ein Kundenpferd osteopathisch zu behandeln – es ist garantiert ein Herzenspferd. Die Chance dem Begriff auf Facebook oder Instagram zu begegnen ist groß. Aber was genau steckt hinter diesem Begriff? Natürlich für jeden Menschen ganz individuell etwas Anderes.

Mal sind es einfach Swarowski-Steine

Steine auf der Trense und die rosafarbenen Bandagen, die das Pferd zum „Herzenspferd“ machen. Manchmal geht es aber auch tiefer. Dann wird der Blick und die Aufmerksamkeit nach innen gerichtet. Menschen lauschen, beobachten, suchen nach Lösungen für sich und das Pferd. Anstatt das Pferd in Normen und zur Tradition erstarrten Konzepten zu zwingen, wird das Pferd gesehen.

Ist dies Ausdruck einer neuen Zeitqualität?

Menschen werden offener. Menschen öffnen ihr Herz. Menschen werden bewusster. Nicht alle – aber immer mehr. Und damit bekommt das Mitgeschöpf Pferd immer mehr die Chance vielschichtiger wahrgenommen zu werden. Und in diesem Spiegel, den das Pferd uns dabei zeigt, erkennen wir Stückchen für Stückchen Fragmente, Aspekte unserer Seele. Eine Berührung durch das Pferd wird dann zu einer Berührung im tiefsten Sinne des Wortes…..es geht direkt ins Herz.

Der Kopf/Verstand kann hinterher noch staunen

und hilfreich bei der Integration neuer Erkenntnisse im Außen hilfreich sein. Aber für kurze Zeit, und seien es nur Bruchteile von Sekunden, hat er nicht mehr die Führung und Kontrolle. Und das ist eine so heilsame, wohltuende Erfahrung; davon möchte man mehr erleben.

Genau diese Erfahrungen habe ich immer wieder mit meinem Herzenspferd gemacht. Es hat schließlich dazu geführt, dass mein ganzes Leben in eine andere Umlaufbahn katapultiert wurde. Aus einem Beruf wurde eine Berufung in einem völlig anderen Betätigungsfeld, Familienstrukturen änderten sich, wunderbare Menschen kamen in mein Leben. Diese Form des Erkenntnis- und Bewusstseinsgewinns machen auch meine Klienten beim Coaching mit Pferden. Und vielleicht wird dies mehr und mehr zur Rolle, die das Pferd in Zukunft einnehmen darf.

Das Pferd ist einer der ältesten Begleiter des Menschen.

Es hatte zu jeder Zeit eine wichtige Aufgabe. Mal ermöglichte es Krieger- und Reitervölkern eine ungeahnte räumliche Ausdehnung, mal verhalf es durch seine Unterstützung in der Landwirtschaft zu  einem starken Bevölkerungszuwachs. Es diente als Kriegskamerad. Es nutzte die Nische Sport zum Überleben. Und jetzt? Die Ausbeutung des Pferdes im Sport wird von immer mehr Menschen kritisch hinterfragt. Was kommt jetzt? Die Rückbesinnung auf alte Meister oder etwas wirklich Neues und Anderes? In zarten Anfängen, die aber immer populärer werden,  wird das Potential der Pferde erkannt, Menschen dabei zu helfen, sich selbst zu erkennen, ihr Potential zu leben, raus aus der Fremdbestimmung und zu gehen, Abhängigkeiten hinter sich zu lassen – hin zu einem selbstbestimmten Schöpferdasein, in dem wir wieder mehr Zugang zu den drei wichtigen „I“s im Leben bekommen:

Imagination – Intuition – Inspiration

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